Hobbyschwanger

Hobbyschwanger

Kunst bricht aus autonomen Persönlichkeiten hervor, die ganz unabhängig von der Wirklichkeit, sich selbst genug, niemanden verpflichtet, das verrichten, wozu eine anonyme Macht sie treibt. [Hans Prinzhorn – Arzt und Kunsthistoriker]

Künstler zu sein ist gleichbedeutet mit »Schwanger« zu sein – jedoch ist ein bisschen schwanger nicht möglich, und hobbyschwanger schon gar nicht. Es bedeutet auch „Veranlagt“ zu sein, aber mit seiner Veranlagung kann man sich nicht je nach persönlicher Befindlichkeit identifizieren oder eine für sich herbeireden.
Und mein Ansatz lautet, dass sich Kunst nicht über das Werk, sondern immer über die Person definiert, respektive über die treibende Kraft, die es hervorgebracht hat. Das Urteil des Betrachters spielt eine vernachlässigbare Rolle.
Die Diskussion »Wann ist man ein Künstler« ist das viel spannendere Thema, als »Was ist Kunst«, weil sich damit die ewige Leier um so Phrasen, dass Kunst im Auge des Betrachters liegt, sehr schnell erledigt.