Wappler

Plüschwappler Go

Nun, der Gruppencode lautet “Wappler“. Eigentlich nicht weiter aufregend, klingt ja eher zutraulich. Wappler gibts wie Sand am Meer und sehr viele kenne ich persönlich. Zwei sind darunter, die ich strenger beurteile. Beide nennen sich Künstler, sind aber bloß unverbindliche Meinungsteiler im nacheilenden Gehorsam. Ja! Es gibt auch die Nacheilenden.
Postet gerade niemand ihrer Taktgeber etwas worauf ihre Teilungsfinger konditioniert sind, bleiben sie stumm. Noch nie habe ich ein: “Ich bin der Meinung, dass …“ von den beiden gehört, das den Schluss zulassen würde, dass sie sich selber eine Meinung gebildet hätten. Immer patzen sie hinter der Kittelfalte anderer (… der böse Wolf ist dabei oft hilfreich …) ein “Ja genau!“ hervor. Wie das Wappler eben so zu tun pflegen ….
Aber sie brauchen sich den Meinungsteiler-Spaßfaktor nicht trüben lassen! Eine Tatsache haben sie immer auf ihrer Seite! Nämlich die herausragendste Gemeinsamkeit der Aggregatzustände “tot sein“ und “unkritisch sein“! Die Betroffenen spüren das nicht, weil es nicht weh tut.
Und sollte sich ein Verdacht regen, könnten sie ja würfeln. Bei einer Augenzahl von Eins bis Fünf dürfen sie sich gegenseitig auf die Schulter klopfen. Fällt eine Sechs, darf noch einmal gewürfelt werden.


Der_freie_Wille

Der freie Wille

Die Schöpfung sehe ich als einen abgeschlossenen Akt an. Ich sage: »Der Meister hat das Werk zügig und in einem Stück programmiert«. Er hat in seinem Drehbuch als Fortsetzung von der ersten Einstellung an, jede nur erdenkliche weitere Variante vorgesehen und als mögliche Handlung parat gestellt. Sozusagen die absolute Anzahl von unendlich vielen Szenen mit unendlich vielen Mitwirkenden, an unendlich vielen Schauplätzen. Als ein schon seit Ewigkeit existierendes geniales Konglomerat aller Variationen des freien Willens. So ist jeder Schritt den ich setzte, bereits kalkuliert und vorbereitet. Eine größere Sicherheit gibt es nicht.
Doch es braucht den völlig freien Willen um eine Entscheidung zu überlegen und einen Entschluss zu fassen. Doch viele Menschen verwechseln »Eine Entscheidung/Entschluss zu überlegen/fassen« mit »Sich etwas wünschen«. Eine Entschluss wird von Zuversicht getragen, ein Wunsch jedoch schließt den Zweifel mit ein.
Der, den sie Jesus nannten, der dürfte das offensichtlich begriffen haben. So hat er sich einfach entschlossen über das Wasser zu gehen. Es sich gewünscht zu haben, es würde ihn tragen, hätte ihn untergehen lassen.
Mögen doch alle Zweifler untergehen.


 

Der_Kreativtsunami

Der Kreativtsunami

Stell Dir vor, es ist Kunst und alle gehen hin. Wer zu Hause bleibt, wenn die Kunst beginnt, und lässt andere malen für sein Bild, der muss sich vorsehen: Denn wer die Kunst nicht geteilt hat, der wird teilen die Bedeutungslosigkeit.
(Ein freier Brecht-Verschnitt)
Eine Worthülse …

… ich weiß, im Original ist vom richtigen Krieg die Rede! Doch die Planwirtschaft der Spaßverteilung funktioniert nur schleppend und in der kulturellen Zwischenkriegszeit in der wir gerade leben, ist es zeitweise ja auch wirklich fad. Dann versucht man gerne im edlen Antrieb miteinander vorzugehen. Es ist wie im wirklichen Krieg. Nur nicht so laut. Doch für die Kunst gleich tödlich.